
Strategieberatung
Teil von Strategieberatung für den Mittelstand: Leistungen, Anbieter und Kosten
Strategieberatung Kosten im Vergleich zu internen Projektkosten
Strategieberatung Kosten: Tagessätze, Nebenkosten, Projektbudgets, interne Vollkosten, Opportunitätskosten, Förderung und Umsatzsteuer im direkten Vergleich.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Tagessätze für Strategieberatung liegen zwischen 1.200 Euro und 3.500 Euro netto pro Personentag.
- Reisekosten, Spesen und Fremdleistungen kommen als Nebenkosten hinzu, meist 3 bis 8 Prozent des Honorars.
- Auf das Honorar fallen 19 Prozent Umsatzsteuer an, die nur mit Vorsteuerabzug neutral wirkt.
- Interne Vollkosten je Projekttag liegen oft bei 650 bis 950 Euro, ohne Opportunitätskosten.
- Förderprogramme für kleine und mittlere Unternehmen senken den Eigenanteil, nicht den Tagessatz.
Wie Tagessätze zwischen 1.200 und 3.500 Euro entstehen
Strategieberatung wird überwiegend nach Personentagen abgerechnet. Der Satz steigt mit der Rolle: Partner und Principal liegen am oberen Rand, Berater und Analysten deutlich darunter.
Auch die Reputation des Anbieters wirkt auf den Preis. Eine Boutique mit spezialisiertem Branchenwissen verlangt andere Sätze als eine der großen Gesellschaften. Für unterschiedliche Unternehmensgrößen hat das Handelsblatt Anbieterlandschaft und Honorarmodelle verglichen.
Drei Vertragsformen sind üblich: fester Tagessatz, Pauschalpreis je Arbeitspaket und Erfolgshonorar. Der Pauschalpreis verlagert das Mengenrisiko auf die Beratung und liegt im Ergebnis meist über dem Tagessatzmodell.
Für das Projektbudget zählt das Produkt aus Tagen und Satz. Ein zwölfwöchiges Projekt mit 40 Personentagen kostet netto zwischen 48.000 Euro und 140.000 Euro, je nach vereinbartem Satz. Kleine Vorhaben mit zwei Beratern und 15 Tagen starten netto bei rund 18.000 Euro. Transformationsprogramme mit mehreren Teams liegen im sechsstelligen Bereich.
Reisekosten, Nebenkosten und eine Beispielrechnung
Neben dem Honorar stehen Reisekosten in der Rechnung. Dazu gehören Bahn oder Flug, Hotel, Verpflegungspauschalen und Fahrtkosten vor Ort. Viele Beratungen rechnen eine Pauschale je Beratertag ab, andere nach Belegen.
Weitere Nebenkosten sind Workshopräume, Druck von Unterlagen, Datenlizenzen und Honorare für externe Interviewpartner. Zusammen ergeben sie typischerweise 3 bis 8 Prozent des Honorars.
Die folgende Aufstellung ist eine Beispielrechnung für ein Projekt mit 40 Personentagen zu je 1.800 Euro:
Mit Vorsteuerabzugsberechtigung bleibt die Umsatzsteuer für das Unternehmen neutral. Maßgeblich ist dann die Zwischensumme von 75.500 Euro netto.
Interne Projektkosten: Vollkosten und Opportunitätskosten
Interne Kosten beginnen beim Bruttogehalt und enden dort nicht. Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung, Arbeitsplatz, Software und Weiterbildung kommen hinzu. Preis- und Konjunkturdaten für Dienstleistungsbranchen veröffentlicht das Statistische Bundesamt in seinen Statistiken.
Eine Beispielrechnung: Ein Projektleiter verdient 85.000 Euro brutto im Jahr. Mit Arbeitgeberanteilen von rund 21 Prozent entstehen Personalkosten von etwa 103.000 Euro. Bei 210 Arbeitstagen und 70 Prozent Projektverfügbarkeit ergeben sich 147 Projekttage und rund 700 Euro Vollkosten je Tag.
Hinzu kommen Opportunitätskosten. Wer 18 Tage im Strategieprojekt arbeitet, fehlt 18 Tage im Tagesgeschäft. Vertrieb und Angebotserstellung bleiben liegen, die Steuerung laufender Lieferungen ebenfalls. Ohne diese Position erscheint die interne Variante billiger als sie ist.
Interne Teams arbeiten zudem oft langsamer, weil das Projekt parallel zum Tagesgeschäft läuft. Aus 40 externen Beratertagen werden intern leicht 55 bis 70 Personentage.
Förderprogramme, Umsatzsteuer und der Eigenanteil
Für kleine und mittlere Unternehmen gibt es die Beratungsförderung des Bundes. Das BMWK-Programm "Förderung unternehmerischen Know-hows" bezuschusst Beratungen, wenn Antrag, Beratungsinhalt und Unternehmensgröße den Vorgaben entsprechen. Konditionen und Zuschussquoten stehen in der Förderdatenbank des Bundes.
Zuschüsse beziehen sich in der Regel auf Nettokosten. Die Umsatzsteuer von 19 Prozent trägt das Unternehmen zusätzlich, sofern es nicht vorsteuerabzugsberechtigt ist. Eine Förderung verändert damit den Eigenanteil, nicht den Tagessatz.
Ergänzend bietet die KfW zinsgünstige Finanzierungen für Unternehmen. Ein Zuschuss senkt die Kosten, ein Kredit streckt nur die Liquiditätsbelastung.
Für den Vergleich heißt das: Honorar, Nebenkosten und Umsatzsteuer getrennt ausweisen, Förderung und Opportunitätskosten in einer zweiten Zeile führen. Erst dann stehen Strategieberatung Kosten und interne Projektkosten auf derselben Basis.
Häufige Fragen
Was kostet Strategieberatung pro Tag?
Der Tagessatz liegt zwischen 1.200 Euro und 3.500 Euro netto pro Personentag. Partner liegen am oberen Rand, Junior-Berater am unteren.
Ist ein internes Projekt immer günstiger?
Nein. Die Vollkosten je Projekttag liegen oft bei 650 bis 950 Euro, doch intern dauert das Projekt länger und bindet Kapazität im Tagesgeschäft. Mit Opportunitätskosten kippt der Vergleich häufig.
Welche Nebenkosten kommen auf das Honorar?
Reisekosten, Hotel, Spesen, Workshopmaterial und Datenlizenzen. Rechnen Sie mit 3 bis 8 Prozent des Honorars.
Welche Förderung hilft beim Budget?
Die Beratungsförderung des BMWK für kleine und mittlere Unternehmen. Zuschüsse beziehen sich auf Nettokosten, Details stehen in der Förderdatenbank.
Wie wirkt die Umsatzsteuer auf den Vergleich?
Auf das Honorar kommen 19 Prozent Umsatzsteuer. Vorsteuerabzugsberechtigte Unternehmen verrechnen sie, alle anderen tragen sie als Kosten.



