Vergleich externer Technikberatungskosten mit internen IT Stundensätzen
Bild: Beratungsbeilage

Strategieberatung

Teil von Technikberatung für IT und Digitalisierung: Leistungen, Anbieter und Verträge

Technikberatung Kosten im Vergleich zu internen IT Stundensätzen

Technikberatung Kosten im Vergleich: Stundensätze von 100 bis 250 Euro netto, interne IT Vollkosten, Reisekosten, Cloud Kosten und Beispielprojekte mit MwSt.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Technikberatung kostet 100 bis 250 Euro netto pro Stunde, je nach Rolle und Region.
  • Interne IT Vollkosten liegen häufig zwischen 65 und 95 Euro pro Stunde.
  • Reisekosten, Cloud Kosten und Wartungsverträge verschieben den Vergleich.
  • Auf externe Honorare kommen 19 Prozent Umsatzsteuer, die bei Vorsteuerabzug keine Kosten sind.
  • Beispielprojekte reichen von 15.000 Euro bis 120.000 Euro netto.

Stundensätze der Technikberatung von 100 bis 250 Euro netto

Die Preisspanne für externe Technikberatung ist breit. Ein Junior Consultant oder Systemberater kostet 100 bis 130 Euro netto pro Stunde. Ein Senior Consultant oder IT Architekt liegt bei 150 bis 190 Euro. Spezialisten für IT Sicherheit und Principal Berater erreichen 200 bis 250 Euro. Teilprojektleitungen werden mit 140 bis 180 Euro abgerechnet.

Rolle Stundensatz netto
Balkendiagramm mit Stundensätzen von 100 bis 250 Euro netto (Technikberatung Kosten im Vergleich zu internen IT Stundensätzen)
Die Stundensätze der Technikberatung steigen mit Rolle und Spezialisierung deutlich an. Image: Beratungsbeilage

Treiber der Spanne sind Region, Branche, Zertifizierung und Haftungsrisiko. Banken und Versicherungen zahlen mehr als der Mittelstand. Wer Sicherheitsanforderungen nach dem BSI IT Grundschutz nachweisen muss, benötigt zertifizierte Berater und kalkuliert höhere Sätze. Das Statistische Bundesamt weist die Preisentwicklung für Dienstleistungen regelmäßig aus, Dienstleistungsstatistik des Statistischen Bundesamtes.

Rahmenverträge senken den Satz. Bei 500 Stunden pro Jahr sind Nachlässe von 5 bis 15 Prozent auf den Listenpreis üblich.

Interne IT Stundensätze: Vollkosten statt Bruttolohn

Wer intern vergleicht, darf nicht den Bruttolohn ansetzen. Entscheidend sind Vollkosten: Gehalt, Sozialabgaben, Arbeitsplatz, Software, Weiterbildung und Verwaltungsanteil. Zuschläge von 30 bis 40 Prozent auf das Bruttogehalt sind üblich. Hinzu kommen Ausfallzeiten durch Urlaub, Krankheit und Weiterbildung.

Nicht enthalten sind Fluktuation, Leerlauf und Vertretungsregelungen. Diese Positionen tauchen in keiner Gehaltsabrechnung auf, belasten aber die Kostenstelle. Eine belastbare Kalkulation setzt deshalb eine realistische Zahl produktiver Stunden an, meist 1.400 bis 1.600 pro Jahr.

Rechenbeispiel: interner Stundensatz aus 75.000 Euro Bruttogehalt

  1. Bruttogehalt75.000 Euro pro Jahr.
  2. Personalnebenkosten von 35 Prozent26.250 Euro.
  3. Arbeitsplatz, Software, Weiterbildung8.000 Euro.
  4. Gesamtkosten109.250 Euro pro Jahr.
  5. Produktive Stunden 1.50072,83 Euro pro Stunde.

Das Beispiel ergibt rund 73 Euro pro Stunde. In der Praxis liegt die Bandbreite zwischen 65 und 95 Euro, abhängig von Tarifbindung und Standort. Externe Technikberatung kostet damit das Eineinhalb- bis Dreifache. Interne Teams decken Grundlast und Wissenstransfer ab, sind aber bei Projektspitzen langsam.

Reisekosten, Cloud Kosten und Wartungsverträge

Reisekosten rechnet die Beratung meist getrennt ab. Üblich sind 0,30 Euro pro Kilometer oder Bahnfahrt zweite Klasse. Manche Verträge sehen Reisezeiten mit 50 bis 100 Prozent des Stundensatzes vor. Pauschalregelungen je Einsatztag senken diese Position.

Cloud Kosten entstehen unabhängig vom Beratungshonorar. Sie bestehen aus monatlichen Gebühren für Rechenleistung, Speicher und Datenverkehr. Eine Migration verschiebt zusätzlich Aufwand in die Beratung. Daten zu Cloud und digitaler Transformation liefert der Branchenverband, Bitkom zu Märkten und Technologien.

Wartungsverträge kosten häufig 15 bis 20 Prozent der Lizenzsumme pro Jahr. Sie enthalten Updates und Reaktionszeiten. Ein Wartungsvertrag über drei Jahre bindet damit rechnerisch 45 bis 60 Prozent der Lizenzkosten.

Beispielprojekte von 15.000 bis 120.000 Euro

Projektbudgets richten sich nach Umfang, Schnittstellen und Dokumentation, nicht nur nach dem Stundensatz. Drei typische Größenordnungen, jeweils netto:

  • Backup- und Notfallkonzept15.000
  • Cloud Migration kleiner Umgebungen40.000
  • Auswahl und Einführung eines ERP Moduls80.000

Zum Nettohonorar kommt Umsatzsteuer. Bei 60.000 Euro netto sind das 11.400 Euro, also 71.400 Euro brutto. Vorsteuerabzugsberechtigte Unternehmen erhalten die 19 Prozent zurück. Förderfähige Digitalisierungsvorhaben lassen sich über die Kreditanstalt für Wiederaufbau finanzieren, Förderung für Innovation und Digitalisierung.

Was den Kostenvergleich verzerrt

Interne Stundensätze wirken nur günstig, wenn die Kapazität ausgelastet ist. Steht ein Entwickler zwei Monate ohne Projekt still, verteilen sich die Vollkosten auf weniger produktive Stunden. Der gerechnete Satz steigt dann schnell über 100 Euro.

Externe Beratung bringt Spezialwissen, das intern selten dauerhaft vorgehalten wird. Nach Projektende endet die Rechnung. Interne Spezialisten bleiben im Personalbestand, auch wenn die Technik später nicht mehr genutzt wird.

Einarbeitung bindet Zeit. Externe Berater rechnen sie mit, interne Mitarbeiter binden sie zusätzlich. Bei Einsätzen unter drei Monaten liegt dieser Anteil oft bei zehn bis 20 Prozent.

Häufige Fragen

Ab welchem Stundensatz lohnt sich eigenes Personal?

Interne Vollkosten von rund 73 Euro pro Stunde stehen 150 Euro für einen Senior Consultant gegenüber. Bei dauerhaft mehr als 1.000 Beratungsstunden pro Jahr kann eine Festanstellung günstiger sein. Einmalige Projekte bleiben extern meist wirtschaftlicher.

Sind Festpreise günstiger als Zeitabrechnung?

Festpreise verlagern das Mengenrisiko zum Anbieter. Sie liegen häufig 10 bis 20 Prozent über dem geschätzten Aufwand. Bei klar abgegrenztem Leistungsumfang ist das Budget damit planbarer.

Wie hoch ist die Umsatzsteuer auf Technikberatung?

Im Inland 19 Prozent auf das Nettohonorar. Bei Leistungsbezug aus dem EU Ausland kehrt sich die Steuerschuld um.

Was kostet ein Wartungsvertrag?

Häufig 15 bis 20 Prozent der Lizenzsumme pro Jahr. Reaktionszeiten rund um die Uhr erhöhen den Preis.

Zählen Reisekosten zum vereinbarten Honorar?

Nur bei ausdrücklicher Pauschalierung. Sonst werden Fahrt, Übernachtung und Reisezeit separat abgerechnet.

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