Karte zu Honoraren und Kosten bei der Personalberatung
Bild: Beratungsbeilage

Personalberatung

Teil von Auswahl einer Personalberatung systematisch gestalten

Welche Kosten und Honorare entstehen bei der Auswahl einer Personalberatung?

Personalberatung Kosten: Honorare von 20 bis 33 Prozent des Zielgehalts, Fixhonorare ab 8.000 Euro netto, Zahlungsplan, Garantie, Nebenkosten und 19 Prozent MwSt.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Für die Auswahl einer Personalberatung sind Honorare zwischen 20 und 33 Prozent des Jahreszielgehalts üblich.
  • Fixhonorare für Suchaufträge beginnen bei rund 8.000 Euro netto.
  • Auf jedes Honorar kommen 19 Prozent Mehrwertsteuer, dazu Nebenkosten für Reisen, Anzeigen und Assessments.
  • Zahlungspläne arbeiten meist mit drei Raten, Garantieklauseln regeln die Nachbesetzung.
  • Bei kurzen, klar abgegrenzten Aufträgen lässt sich der Preis als Festbetrag kalkulieren.

Honorarmodelle: 20 bis 33 Prozent des Zielgehalts

Der häufigste Vergütungsweg ist ein Prozentsatz des Jahreszielgehalts der zu besetzenden Position. Marktüblich sind 20 bis 33 Prozent. Die Untergrenze gilt für Volumenpositionen und Rahmenverträge, die Obergrenze für Führungsrollen mit hohem Variablenanteil.

Rechenbeispiel Honorar: 136.000 Euro Bezugsgröße, 30 Prozent ergibt 40.800 Euro netto (Welche Kosten und Honorare entstehen bei der Auswahl einer Personalberatung?)
So setzt sich das Honorar aus Fixgehalt, Dienstwagenpauschale und variabler Vergütung zusammen. Image: Beratungsbeilage

Entscheidend ist die Bezugsgröße. Möglich sind das Jahresfixgehalt, das Jahreszielgehalt aus Fixum und Bonus oder die Gesamtvergütung einschließlich Dienstwagen. Halten Sie diese Basis im Vertrag fest, sonst streiten beide Seiten später über die Rechnungsgrundlage.

Ein Rechenbeispiel: Eine Position mit 120.000 Euro Jahresfixgehalt, 6.000 Euro Dienstwagenpauschale und 10.000 Euro variabler Vergütung bei voller Zielerreichung ergibt eine Bezugsgröße von 136.000 Euro. Bei 30 Prozent Honorarsatz sind das 40.800 Euro netto.

Einen Anhaltspunkt für die Preisentwicklung unternehmensnaher Dienste liefern die Dienstleistungsstatistiken des Statistischen Bundesamts.

Fixhonorare ab 8.000 Euro netto

Nicht jeder Auftrag wird prozentual abgerechnet. Fixhonorare beginnen bei rund 8.000 Euro netto und gelten für mittlere Positionen, Projektbesetzungen oder Auswahlrunden mit mehreren Kandidaten.

Der Vorteil liegt in der Planbarkeit. Bei einem Fixpreis bleibt die Beratung neutral gegenüber internen Bewerbungen, weil ihr Honorar nicht mit dem Gehalt des Kandidaten steigt. Bei niedrigen Gehaltsbändern ist der Fixpreis relativ teuer, bei sehr hohen relativ günstig.

Daneben gibt es Aufwandshonorare nach Stunden. Sie eignen sich für Referenzchecks und Assessments, nicht für die vollständige Suche, weil das Kostenrisiko beim Auftraggeber liegt.

Auf das Honorar kommt die Mehrwertsteuer von 19 Prozent. Sie ist im Angebot gesondert auszuweisen, damit die Nettosumme im Budgetvergleich eindeutig bleibt.

Auswahlkosten und Nebenkosten

Die Auswahl des Dienstleisters selbst kostet kein Honorar, aber Arbeitszeit: Anforderungen formulieren, Referenzen prüfen, Vertragsdetails klären und Budgetfreigaben einholen. Klären Sie, ob für Marktanalyse oder Profilerstellung eine Pauschale anfällt und ob sie mit dem späteren Honorar verrechnet wird.

Nebenkosten stehen oft neben dem Honorar. Dazu zählen Reisen, Übernachtungen, Anzeigenschaltungen, Assessments durch Dritte und der Besuch von Fachveranstaltungen. Pauschalen schaffen Planungssicherheit, Einzelnachweise mehr Transparenz bei höherem Prüfaufwand.

Wer die Kosten vergleicht, sollte auch die eigene Suche bewerten. Die Bundesagentur für Arbeit bietet Unternehmen eine kostenfreie Beratung zur Gewinnung von Arbeits- und Fachkräften aus dem Ausland. Der DIHK bündelt im Themenfeld Fachkräfte Positionen und Forderungen zur Fachkräftesicherung.

Rechenbeispiel: Zielgehälter von 60.000 bis 150.000 Euro

Die folgende Tabelle zeigt Nettobeträge ohne Nebenkosten. Die Honorarsätze sind Beispielsätze, keine Angebote.

JahreszielgehaltHonorar bei 20 Prozent nettoHonorar bei 33 Prozent nettoHonorar bei 33 Prozent brutto
60.000 Euro12.000 Euro19.800 Euro23.562 Euro
100.000 Euro20.000 Euro33.000 Euro39.270 Euro
150.000 Euro30.000 Euro49.500 Euro58.905 Euro

Bei 60.000 Euro Zielgehalt liegt die Spanne zwischen 12.000 und 19.800 Euro netto. Bei 150.000 Euro reicht sie von 30.000 bis 49.500 Euro netto, brutto 58.905 Euro am oberen Rand. Die Mehrwertsteuer von 19 Prozent wird auf jede Rate aufgeschlagen.

Zahlungsplan, Garantie und Vertragsabbruch

Die Drittelregelung verteilt das Honorar auf drei Raten. Fällig werden sie bei Auftragsvergabe, nach Präsentation geeigneter Kandidaten und nach Unterzeichnung des Arbeitsvertrags. Alternativ sind zwei Raten oder eine Rate nach Besetzung möglich, die Stückelung hängt von der Verhandlungsmacht ab.

Für die Anbieterauswahl gibt es praktische Ansätze zur systematischen Auswahl von Personalberatungen, mit denen sich Leistungsumfang und Kriterien vor dem Vertrag festlegen lassen.

Garantieklauseln regeln die Nachbesetzung. Festzulegen sind der Garantiezeitraum, die erfassten Fälle wie Nichtantritt oder Eigenkündigung, die Frist für die Nachsuche und die Kosten, die Sie auch bei honorarfreier Nachbesetzung tragen. Typisch sind erneute Reisekosten oder eine zweite Anzeigenschaltung.

Bei einem Abbruch sollten beiderseitige Kündigungsfristen und die Fälligkeit der bereits erbrachten Leistungen schriftlich geregelt sein. Ohne diese Klausel droht Streit über die letzte Rate. Rein erfolgsabhängige Modelle binden die Beratung kaum an das Projekt und sind daher selten.

Häufige Fragen

Wie hoch ist ein typisches Honorar?

Marktüblich sind 20 bis 33 Prozent des Jahreszielgehalts. Bei 60.000 Euro sind das 12.000 bis 19.800 Euro netto, bei 150.000 Euro 30.000 bis 49.500 Euro netto, jeweils zuzüglich 19 Prozent Mehrwertsteuer.

Wann werden die Raten fällig?

Meist bei Auftragsvergabe, nach der Kandidatenpräsentation und nach der Vertragsunterschrift. Wird das Projekt vorher beendet, entscheidet die Vertragsklausel, welche Rate anteilig fällig bleibt.

Welche Nebenkosten kommen hinzu?

Reisen, Übernachtungen, Anzeigen, Assessments durch Dritte und Fachveranstaltungen. Vereinbaren Sie Pauschale oder Einzelnachweis ausdrücklich, sonst werden die Beträge nach Aufwand abgerechnet.

Wann lohnt sich ein Fixhonorar?

Bei Zielgehältern unter 60.000 Euro und bei Auswahlverfahren, in denen interne Bewerbungen eine Rolle spielen. Fixhonorare beginnen bei rund 8.000 Euro netto.

Was passiert, wenn die Stelle unbesetzt bleibt?

Eine Garantieklausel verpflichtet die Beratung zur Nachsuche innerhalb einer Frist. Prüfen Sie, welche Kosten Sie trotzdem tragen, etwa Spesen und Anzeigen.

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